Wie du heute fährst
Wind über Wien wird geprüft…
Was du wissen solltest
Die Donau, Zwentendorf bis Bratislava
Der Fluss lädt …
Die Karte: Gelände, Wind und deine Runde
Wind über den Tag
Deine Runde, Abschnitt für Abschnitt
Noch keine Richtung gewählt — such dir unten eine aus. Dann stehen hier Höhenprofil, Höhenmeter, Umkehrpunkt und der Wind je Abschnitt.
Richtungen — such dir eine aus
Wie das gerechnet wird
Die Mathematik, in Worten
Die Windrichtung aus der Vorhersage ist meteorologisch: die Himmelsrichtung, aus der der Wind kommt. Gegen einen 300°-Wind zu fahren heißt, nach Nordwesten zu fahren, mitten hinein.
Für einen Fahrtkurs θ und eine Windrichtung w
bei Stärke v:
Gegenwind = v · cos(w − θ) → positiv = Gegenwind, negativ = Rückenwind
Seitenwind = v · sin(w − θ) → der Schub von der Seite
Die Fahrt dauert Stunden, also dreht der Wind
57 km hin und zurück bei 23 km/h sind zweieinhalb Stunden. Der Wind am Umkehrpunkt ist oft nicht mehr der, in dem du losgefahren bist. Deshalb wird jeder Abschnitt gegen die Vorhersage für die Stunde gewertet, in der du tatsächlich darauf bist.
Diese stündlichen Winde werden als Vektoren gemittelt, nicht als Zahlen. 350° und 10° arithmetisch gemittelt ergibt 180° — genau verkehrt herum.
Die wichtigste Zahl ist der Netto-Wert:
netto = Gegenwind(Hinweg) + Gegenwind(Heimweg)
Bei stetigem Wind hebt sich das ungefähr auf — was du hinaus kämpfst, bekommst du heim zurück. Ein deutlich positiver Wert heißt: der Wind dreht mit dir mit und du fährst in beide Richtungen dagegen an. Das ist der Tag, den man vorher wissen will.
Der Fluss ist keine Gerade
Aus Wien heraus läuft die Donau nach Nordwesten, schwenkt aber bei Greifenstein scharf nach Westen — von 302° auf 265° — Richtung Tulln. Flussabwärts biegt sie andersherum, von 120° bei der Lobau auf 87° hinter Eckartsau. Rückenwind auf einem Abschnitt ist Seitenwind auf dem nächsten.
Die Route ist deshalb eine Liste von Abschnitten mit je eigenem Kurs und eigener Länge, jeder gegen den Wind seiner eigenen Stunde gewertet. Die Gesamtwerte sind längengewichtete Mittel daraus, keine einzelne Zahl für den ganzen Fluss.
Die Punkte von 100
Die Zahl auf jeder Richtungskarte ist kein Messwert, sondern eine Rangfolge: sie existiert nur, damit sich zehn Richtungen sortieren lassen. Jede Fahrt startet bei 100, und es gibt ausschließlich Abzüge — Rückenwind bringt keine Punkte, er kostet bloß keine. Deshalb bedeutet 100 nicht „perfekt", sondern „nichts gefunden, was dagegen spricht".
100
− 2,2 · netto Gegenwind hin UND heim, in km/h
− 0,5 · Gegenwind hin
− 0,9 · Gegenwind heim heimwärts wiegt schwerer
− 0,5 · Uferaufwand gefühlter Wind auf der besseren Uferseite
− 1,6 · Höhenmeter als km/h Gegenwind gerechnet
− 0,6 · (Böen − 35) erst über 35 km/h
− 0,25 · Regen Spitzenwahrscheinlichkeit in %
− 30 · Anteil nach Sonnenuntergang
− 55 · Anteil nach letztem Licht
danach auf 0–100 begrenzt
Negative Posten zählen nicht: Rückenwind, Gefälle und ein trockener Himmel setzen ihre Zeile schlicht auf null.
Drei Entscheidungen darin sind Absicht und keine Physik. Der Netto-Wert wird doppelt gezählt — einmal als eigener Posten mit dem mit Abstand größten Gewicht, dann noch einmal über Hin- und Heimweg einzeln. Das ist gewollt: ein Tag, an dem der Wind mitdreht und dich in beide Richtungen anbläst, soll jede andere Überlegung überstimmen. Höhenmeter wiegen etwas weniger als Wind derselben Größe (1,6 gegen 2,2), weil ein Anstieg ein Ende hat und man ihn einteilen kann; der Wind lässt nicht nach. Und Dunkelheit ist der härteste Posten, weil sie als einzige nicht bloß unangenehm, sondern gefährlich ist — eine Fahrt, die ganz hinter dem letzten Licht liegt, verliert 85 Punkte und ist damit erledigt, wie gut der Wind auch stünde.
An ruhigen Tagen liegen die Richtungen entsprechend eng beisammen, und dann ist der Vorsprung von zwei, drei Punkten nichts, worauf man etwas geben sollte. Lies die Zahl als Reihenfolge, nicht als Note.
Eine Karte, zwei Maßstäbe
Es waren vier Kartenabschnitte. Das war der Fehler: eine Seite, die eine Frage beantwortet, hatte vier getrennte Bilder derselben Landschaft, und du musstest sie nebeneinanderhalten und selbst herausfinden, wie sie zusammengehören. Der Grund dafür war echt — die Donauinsel ist 200 m breit, also drei Pixel in einem 67-km-Rahmen — aber die Antwort auf ein Maßstabsproblem ist ein Zoom, keine weitere Karte. Jetzt gibt es eine Karte, und der Ausschnitt ist stufenlos: Mausrad, Doppelklick, zwei Finger, die Knöpfe + und −, oder die Pfeiltasten. Ziehen verschiebt. Wo du stehen bleibst, bleibt gespeichert.
Der Zoom ist zuerst als Umschalter zwischen zwei festen Ausschnitten gebaut worden, und das beantwortete „zeig mir Wien" und sonst nichts. Wer wissen wollte, an welcher Ecke in Klosterneuburg der Brunnen steht, hatte keine Stufe dafür. Rund um Wien und Wien stehen weiter als Knöpfe da, sind aber nur zwei Werte von vielen.
Er kostet keine einzige zusätzliche Wetterabfrage. Das Windgitter sind feste 6 × 5 Punkte über dem ganzen Kasten; Zoomen projiziert sie neu und blendet aus, was aus dem Rahmen fällt. Alles andere liegt ohnehin als Datei da. Nachgemessen: null Abfragen über eine ganze Zoom- und Schiebesitzung.
Die Grenzen kommen aus den Daten. Ganz heraus ist der Kasten, für den es Gelände und Straßen gibt; ganz hinein sind 3 km Breite. Diese Grenze war zweimal etwas anderes, und beide Male hat sie dasselbe entschieden: wie weit die Daten tragen. Zuerst 3,7 km — da war die halbe Karte schwarz, weil es keine Wohnstraßen gab, und „das haben wir nicht" sieht aus wie „das ist kaputt". Dann 9 km, was ehrlich war, solange das stimmte. Seit die Wohnstraßen dabei sind, stimmt es nicht mehr, also geht es wieder tiefer: bei 3 km ist ein Pixel dreieinhalb Meter.
Das Gelände wird beim Hineinzoomen blasser, weil sein Höhenraster 1,4 km misst und feiner nichts weiß. Wege, Gewässer und Brunnen sind vermessene Geometrie und bleiben in jedem Maßstab scharf.
Und die gewählte Runde ist eingezeichnet. Das hat vorher gefehlt und war der eigentliche Mangel: die Seite empfahl eine Richtung, rechnete sie durch, zeichnete ihr Höhenprofil — und zeigte dann eine Karte der Gegend, auf der die Strecke nicht vorkam. Jeder Abschnitt ist nach dem Wind eingefärbt, den du auf ihm hast.
Die Karte darüber ist der Fluss selbst, von Zwentendorf bis Bratislava, mit dem Wind an jedem Punkt auf dem Wasser abgefragt statt aus einem einzigen Wiener Messwert hochgerechnet. Das macht einen Unterschied: an einem windigen Nachmittag hat das Tullnerfeld 24 km/h, während die Stadt bei 7 liegt, weil der Wienerwald dazwischensteht.
Die Pfeile zeigen, wohin der Wind weht, nicht woher — neben einem Radweg ist das die einzige interessante Frage. Die Farbe beantwortet sie gegen den Fluss: grün trägt dich flussabwärts Richtung Bratislava, rot zurück flussaufwärts Richtung Tulln, grau quer über den Weg.
Die große Karte zeigt denselben Wind auf einem Raster über das Land rund um Wien — für die Tage, an denen die Antwort „heute nicht die Donau" lautet. Ihr Hintergrund ist echtes Gelände, einmalig aus Höhendaten abgetastet und mitgeliefert.
Darauf liegt ein Straßennetz aus OpenStreetMap: Autobahnen, Bundesstraßen, Landesstraßen und Landesstraßen dritter Ordnung, dazu die Fernradrouten. Ohne das war das Relief nur Schattierung — Hügel, die man nicht benennen kann, sind Textur.
Welche Klassen zu sehen sind, hängt am Ausschnitt. Ganz herausgezoomt nur Autobahnen und Bundesstraßen; die kleineren kommen dazu, sobald sie Linien sind statt Textur. Eine Klasse verschwindet also nicht, weil sie unwichtig wäre — für eine Radseite sind gerade die kleinen das Netz, auf dem man fährt —, sondern weil sie im falschen Maßstab nur ein graues Gespinst ergibt, in dem die Autobahn untergeht. Dasselbe gilt für die Nummern: auf der Übersicht nur A und B, denn 87 Landesstraßenkürzel begruben die Gipfel unter Zahlen, nach denen niemand navigiert. Näher dran ist genau dieselbe Nummer das, wonach man an der Kreuzung sucht.
Die Wohnstraßen stehen in einer eigenen Datei und
werden erst geholt, wenn jemand nah genug hineinzoomt, dass sie
gezeichnet würden. Der Grund ist ihre Menge: highway=residential
sind im selben Ausschnitt 37 857 Wege — vierzehnmal so
viel wie das ganze übrige Straßennetz, 1,2 MB gegen 140 KB. In dieselbe
Datei gepackt müsste jeder Seitenaufruf sie mitladen, auch der, der nie
über die Übersicht hinausgeht. So zahlt nur dafür, wer sie auch sieht.
Roh sind das über eine Viertelmillion Koordinaten in 29 000 Teilstücken, weil OSM jede Straße an jeder Kreuzung zerschneidet. Zur Bauzeit werden sie nach Nummer wieder verkettet und dann vereinfacht. Die Reihenfolge ist der ganze Trick: ungekettet kostet eine feine Vereinfachung fast nichts und bringt auch nichts — 58 213 Punkte bei 220 m Toleranz gegen 62 540 bei 25 m, weil kein Bruchstück unter zwei Punkte fallen kann. Verkettet greift sie erst, und dann ist Genauigkeit beinahe geschenkt. Die Toleranz war deshalb erst 35 bis 80 m statt einheitlich 220, und jetzt einheitlich 12 m: auf einer 67-km-Übersicht waren 220 m drei Pixel, bei 3 km Breite sind schon 80 m vierundzwanzig — und genau so sah es aus, „zu spitz", als wäre jede Kurve aus drei Geraden zusammengesetzt. Die Koordinaten haben jetzt fünf Nachkommastellen statt vier; vier sind rund elf Meter, und auf einer schrägen Geraden wird daraus bei vollem Zoom eine Treppe. Das kostet: 169 KB werden 407, 14 000 Punkte statt 7400.
Die spitzesten Ecken kamen allerdings gar nicht von der Vereinfachung. Beim Zusammenketten der Bruchstücke nahm der Bau an jeder Kreuzung einfach das nächstbeste unbenutzte Stück — auch das querende oder das zurückführende. Gezeichnet wurde daraus eine Zacke von bis zu 180°: die Linie lief in die Kreuzung hinein und auf einer fremden Straße wieder heraus. Dasselbe beim Verschweißen zweier Ketten über eine Lücke, wo Richtungsfahrbahnen als zwei fast deckungsgleiche Linien liegen und am Ende zusammengeklebt wurden. Jetzt wird an beiden Stellen die Richtung geprüft und über 100° Kehre lieber abgebrochen. Nachgemessen an den gezeichneten Pfaden: Ecken über 30° von 1721 auf 685, über 60° von 509 auf 151, das oberste Prozent von 178° auf 91°.
895 Ortsnamen, auch aus OpenStreetMap. Vorher waren es 28, von Hand getippt — sie stimmten, aber sie waren eine Auswahl, die sich als Bestand ausgab: zoomte man auf Klosterneuburg hinein, blieb genau eine Beschriftung stehen, und zwar nicht aus Platzmangel, sondern weil es die zweite in der Liste nicht gab. Welche zu sehen sind, entscheiden jetzt zwei Dinge nacheinander: die Ortsklasse sagt, wer zuerst drankommt — Wien vor Tulln vor Kritzendorf vor einem Weiler —, und der freie Platz sagt, wie viele hinpassen. Beim Hineinzoomen wird deshalb nicht die Schrift größer, sondern die Liste länger.
718 Gipfel statt 18. Die 18 sind weiter etwas anderes und bleiben Handarbeit: bei ihnen hat jemand beurteilt, dass Asphalt hinaufführt, und sie tragen Höhenmeter und Länge der Auffahrt — das führt OpenStreetMap nicht. Sie stehen deshalb voll ausgefüllt da, mit Namen und Höhe. Die anderen 700 sind benannte Gipfel ohne dieses Urteil: hohles Dreieck, Name und Höhe im Tooltip, und ab 9 km Breite auch als Beschriftung, soweit Platz ist. Der Tooltip hing anfangs am Dreieck selbst, und das war nutzlos: ein hohles Dreieck ist innen kein Ziel, ein Zeiger trifft nur den 1,2 px breiten Strich. Man musste den Berg ausmalen, um ihn zu befragen. Jetzt liegt eine unsichtbare Trefferfläche darüber. Sie erscheinen nach Höhe — ganz draußen ab 800 m, hineingezoomt ab 180 m —, denn über 700 m gibt es schon 42 und über 500 m 230, und die lagen bei voller Übersicht alle im selben Eck und sahen dort aus wie ein Ausschlag.
Dazu Höhenlinien alle 100 m, jede fünfte kräftiger. Schattierung sagt dass sich der Boden bewegt, aber nicht um wie viel: bei gleichem Neigungswinkel sieht ein 60-Meter-Buckel aus wie ein 600-Meter-Berg. Höhenlinien legen einen Maßstab darüber.
Die Legende ist der Schalter: ein Klick blendet eine Ebene aus und wieder ein — Gelände, Straßen, Radwege, Gewässer, Gipfel, Orte, Wind. Auf einer Karte, die all das gleichzeitig trägt, ist das mehr wert als eine Legende, die nur erklärt, was ohnehin zu sehen ist. Was du ausschaltest, bleibt gespeichert.
Beschriftungen werden nach Wichtigkeit gesetzt — große Orte, dann Gipfelnamen, dann Höhen, dann kleine Orte, zuletzt Straßennummern — und was keinen freien Platz findet, entfällt; sonst lag „Kahlenberg" quer über Klosterneuburg. Jedes Dreieck trägt seine Höhe, auch ohne Namen; Zeiger drauf gibt Name, Höhe und Anstieg.
Unter der Karte stand dazu eine Liste aller gezeichneten Gipfel. Sie ist weg. Sie war als Ausweg gedacht für Namen, die auf der Karte keinen Platz fanden, und wuchs auf 23 Kacheln unter einem Bild, das ohnehin schon voll war — ein zweites Verzeichnis derselben Berge, das mit der Frage „wie fahre ich heute" nichts zu tun hat.
Die Dreiecke sind Gipfel, die man mit dem Rennrad hinauffährt. Was nur über einen Steig hinaufgeht, fehlt bewusst: der Hermannskogel ist der höchste Punkt Wiens und steht nicht drauf, weil du das Rad tragen würdest. Positionen und Höhen kommen aus OpenStreetMap — davor waren sie von Hand eingetippt und teils kilometerweit daneben. Länge und Steigung der Anstiege bleiben Schätzungen für die gängige Auffahrt.
Wasser unterwegs
Die blauen Punkte sind Trinkbrunnen, gefasste Quellen und Wasserhähne aus zwei Quellen. OpenStreetMap deckt den ganzen Ausschnitt ab, auch Wienerwald und Weinviertel. Für das Wiener Stadtgebiet kommt der amtliche Datensatz der Stadt Wien dazu — sie betreibt die Brunnen, also weiß sie es am besten. Der Abgleich hat sich gelohnt: 465 trinkbare Stellen kennt die Stadt, zu denen OpenStreetMap im Umkreis von 40 m nichts führt, überwiegend Trinkhydranten. Zusammen sind es 2564 statt 2099.
Aufgenommen ist nur, was man auch benutzen darf: alles mit
drinking_water=no oder privatem Zugang fällt raus, und eine
Quelle im Wald zählt nur mit ausdrücklicher Trinkwasser-Angabe — ohne
die ist sie eine Vermutung, kein Brunnen. Aus dem Stadtdatensatz zählen
Zierbrunnen, Spielbrunnen und Sprühnebelduschen nicht: 515 der 2378
Anlagen sind Architektur oder Abkühlung, keine Wasserstelle.
Jeder Brunnen ist ein eigener Punkt. Nahe beieinanderliegende Stellen wurden anfangs zu einem Sammelpunkt verschmolzen, weil sie sich auf der Übersicht überlappen — der Tooltip sagte dann „53 Wasserstellen" an einer Stelle, an der ein einziger Kreis stand. Das ist keine Vereinfachung: man will wissen wo die Brunnen sind, und genau das verschweigt ein Sammelpunkt. Überlappung ist dagegen in Ordnung — wo fünf Brunnen auf zweihundert Metern stehen, liegen fünf Kreise übereinander, und das sieht dicht aus, weil es dicht ist. Für die einzelne Stelle gibt es die Ansicht Wien; dort fallen sie von selbst auseinander. Die Zahl im Satz unter der Karte und die Zahl der Kreise auf ihr sind seitdem dieselbe.
Ohne gewählte Richtung liegen alle Wasserstellen des Ausschnitts als leiser Belag da, sobald der Ausschnitt schmaler als 22 km ist. Weiter draußen nicht: bei 67 km ist ein Punkt 76 Meter breit, über Wien wird daraus eine blaue Fläche, die die Karte zudeckt und nichts beantwortet — man unterscheidet in ihr keinen einzelnen Brunnen mehr. Zuerst stand die Schwelle bei 37 km, dem Punkt, an dem sich zwei Punkte rechnerisch nicht mehr berühren. Das war die falsche Frage: bei 26 km lagen über der Innenstadt immer noch 2210 Kreise, und „berühren sich nicht" heißt noch lange nicht „man sieht, welcher wo steht". Für eine gewählte Route gilt das nicht: die Brunnen an ihr sind wenige, liegen auf einer Linie und sind die Antwort auf die Frage, für die man die Route gewählt hat. Die bleiben in jeder Stufe.
Der leise Belag ist kleiner, blasser und hat einen dünneren Ring. Mit gewählter Richtung bleibt nur, was näher als 400 m an deiner Strecke liegt — der Umweg, den man für Wasser noch fährt —, dafür voll ausgezeichnet und mit Kilometerstand im Tooltip. Dieselben Daten, zwei Lautstärken. Die Zahl, die wirklich zählt, steht im Satz darunter: nicht wie viele Brunnen, sondern das längste Stück ohne.
Hohle Punkte sind saisonal. Die Wiener Trinkhydranten werden zur warmen Jahreszeit angeschlossen und im Herbst wieder abgebaut; überhaupt werden die städtischen Brunnen im Winter abgedreht, damit sie nicht einfrieren, und etwa im April wieder aufgesperrt. Von November bis März steht das als Warnung unter der Karte — dann ist sie ein Standortverzeichnis und keine Zusage.
Warum das längste Stück ohne Wasser und nicht die Anzahl: ob zwölf Brunnen an der Strecke stehen, ist ziemlich egal, wenn elf davon in den ersten fünf Kilometern liegen.
Vier Donaus
Sobald der Ausschnitt schmaler als 33 km ist, ist der Fluss ein Fluss mit vier Armen statt einer blauen Linie. Weiter draußen ginge das nicht: dort ist die Donauinsel 200 m in einem 67 km breiten Rahmen, also drei Pixel — ein früherer Versuch, sie dort einzuzeichnen, kam als Faden neben einem dicken blauen Band heraus und sah kaputt aus. Die Daten stimmten, der Maßstab nicht.
Die Donau als Fläche gibt es in OpenStreetMap nur innerhalb Wiens unter ihrem Namen. Draußen liegt dasselbe Wasser als namenlose Flussfläche da, und die Karte behalf sich deshalb mit einem Strich fester Breite: 350 m, egal wie breit der Strom an der Stelle wirklich ist. An der Naht sah man den Sprung.
Jetzt werden die namenlosen Flächen mitgeholt und dem nächsten benannten Wasserlauf zugeschlagen — nicht mehr pauschal der Donau. Der Unterschied ist nicht theoretisch: der Donaukanal liegt an derselben Mittellinie und wurde deshalb ein zweites Mal als Donau gezeichnet, zwei Blau übereinander, und jede Brücke darüber hieß „über die Donau". Dazu zwei Regeln, die beide aus einem sichtbaren Fehler stammen: ein Ring muss sich selbst schließen (vorher wurde jede Kette hinten mit ihrem Anfangspunkt zugemacht — bei Greifenstein kam so ein Keil quer über den Strom heraus, und die Kraftwerksbrücke schien mitten im Wasser zu enden), und deckungsgleiche Doppel fallen weg.
Ergebnis: 50 Gewässer als Fläche statt vier. Darunter die March, die vorher ganz fehlte — sie heißt in OSM „March / Morava", so wie die Donau an der Staatsgrenze „Donau / Dunaj" heißt, und beide Namen kannte die Abfrage nicht. Deshalb hörte auch die vermessene Donau bei Hainburg auf.
Der 350-m-Strich läuft weiter, aber nur noch dort, wo es keine Fläche gibt. Wo die Donau schmäler ist als er — unterhalb des Kraftwerks Greifenstein etwa —, schaute er sonst unter dem Ufer hervor.
Die vier Arme werden außerdem deckend gezeichnet statt durchscheinend. Wo sie einander überlappen — am Einlaufbauwerk beginnt die Neue Donau mitten im Strom —, mischten sich sonst zwei Blau zu einem dritten: ein Keil, der aussieht, als wäre die Karte kaputt. Deckend liegt Wasser auf Wasser, und das ist es auch.
Ein Gewässer, das als Fläche kartiert ist, wird nicht zusätzlich als Linie gezeichnet. Vorher lagen Donau, Neue Donau und Donaukanal doppelt da — als Band und als fetter Strich mittendrin, samt zweiter Beschriftung. Zwischen Klosterneuburg und Langenzersdorf sah das aus wie ein Fehler in den Daten, und war einer im Zeichnen.
Die Donau ist der Strom. Die Neue Donau ist der Hochwasserarm, für den die Insel überhaupt aufgeschüttet wurde. Die Alte Donau ist ein abgeschnittener Altarm und heute ein stehender See. Der Donaukanal läuft durch die Stadt. Alle vier kommen als echte Flächen aus OpenStreetMap, nicht als Striche.
Die Brücken sind die Stellen, an denen du die Uferseite wechseln kannst. Sie sind viermal falsch gewesen, und jedes Mal auf eine andere Art — die Geschichte ist es wert, weil sie zeigt, wie lange eine Karte plausibel aussehen kann, während sie lügt.
Erstens endete das Abfragefenster bei 16,55° Ost, also gab es fünfzehn Brücken, alle zwischen Nußdorf und der Lobau. Fünftens ging der Steinitzsteg nur über die halbe Donau: 519 m statt 973. Das Stück über die Donauinsel hängt in OSM an einer eigenen Kette, deren Enden 100 m auseinanderliegen. Ketten desselben Namens, die sich auf 150 m nahekommen und in dieselbe Richtung weiterlaufen, werden deshalb verbunden — das half auch der Brigittenauer Brücke, aus 740 m wurden 1048. Zweitens waren sie Kreise — ein Kreis ist auf einer Karte alles Mögliche, eine Brücke ist ein Weg quer über das Wasser. Drittens war der Balken dann zwar quer, aber auf 17 Pixel gedeckelt: er schwamm mitten in der Donau und berührte kein Ufer. Seitdem wird die vermessene Geometrie gezeichnet, und Länge, Winkel und Lage stimmen in jeder Zoomstufe von selbst.
Viertens, und das war das Hartnäckigste: die
Nordbrücke fehlte ganz. Die Abfrage zählte auf, welche
Straßenarten eine Brücke tragen dürfen — primary, secondary, tertiary,
residential, cycleway —, und die Nordbrücke ist
highway=motorway. Die größte Donauquerung im Norden Wiens,
930 m lang, war nie in den Daten. Wer aufzählt, zählt irgendwann falsch;
jetzt wird nicht mehr aufgezählt, und ob etwas eine Brücke ist,
entscheidet die Geometrie.
Dieselbe Brücke hätte auch ein zweiter Fehler zerlegt: OSM führt sie als 23 Bruchstücke, keines länger als vier Punkte, und die alte Regel war „der längste Weg gewinnt" — aus 930 m wären 40 geworden. Die Stücke eines Namens werden deshalb über gemeinsame Endpunkte verkettet; zwei Richtungsfahrbahnen ergeben zwei Stränge, und gezeichnet wird der längste, der Wasser überspannt.
Was als Brücke gilt, entscheidet seither eine Prüfung statt eines Abstands: schneidet die Linie die Flussmittellinie, oder führt sie in einen der vier Arme hinein und wieder hinaus? „Höchstens 1 km von der Flussmitte" nahm auf der Donauinsel jeden Zwölf-Meter-Steg über einen Entwässerungsgraben mit und ließ gleichzeitig die Brücken über den Donaukanal weg. Ergebnis: 36 Brücken von 466 Namen im Ausschnitt, jede mit ihrer gemessenen Spannweite im Tooltip — von der Praterbrücke mit 998 m bis zur Augartenbrücke mit 74. Auf der Übersicht stehen nur die langen Donauquerungen; alles Übrige käme dort als Klumpen heraus und erscheint beim Hineinzoomen.
Zwei neue Runden
Die Weißer-Hof-Runde geht die Donau hinauf bis Klosterneuburg, dann durchs Kierlingtal über den Weißen Hof und Hadersfeld nach Greifenstein und am Wasser wieder zurück — 50 km, und die einzige Steigung ist der Rücken bei Hadersfeld. Die Schönau-Runde fährt die Donau hinunter, wechselt beim Kraftwerk Freudenau ans rechte Ufer und kommt über Fischamend, Schwechat und den Donaukanal zurück — 49 km, flach, und bei Westwind fährt man sie andersherum.
Drei Runden um die neunzig Kilometer
Bei hundert Kilometern standen zwei Antworten da, und beide waren hin und zurück: die längste Runde war die Tullner mit 82 km, die nächste die Weinviertler mit 68. Zwischen 90 und 110 gab es nichts.
Die Hainburg-Runde (97 km) fährt die Donau hinunter bis Wolfsthal — von dort sieht man Bratislava liegen —, wechselt über die Andreas-Maurer-Brücke das Ufer und kommt durch den Nationalpark Donau-Auen zurück. Die Marchfeld-Runde über Schloss Hof (87 km) geht bis Orth an der Donau, dann über Engelhartstetten und Schloss Hof an die March und auf dem Iron Curtain Trail nach Marchegg, heim quer durchs Marchfeld auf der L2. Die Thermenlinie-Runde (87 km) läuft am Fuß des Wienerwalds nach Süden über Mödling, Gumpoldskirchen und Baden bis Sollenau und quer durchs Steinfeld zurück — 180 Höhenmeter, und bei Nordwind fährt man sie andersherum.
Alle drei sind auf vermessener Geometrie gebaut, nicht getippt: jede Etappe wurde vorher durchgerechnet, und wo keine Straße gefunden wurde, steht ein zusätzlicher Wegpunkt statt einer Luftlinie. Dabei ist auch die Anschlussschranke gewachsen, von 1,3 auf 2 km — Glinzendorf liegt 1,85 km neben der L2, und die Etappe dorthin wurde deshalb quer über die Felder gezeichnet. Ein Wegpunkt sagt ohnehin nur, welche Stelle gemeint ist; gefahren wird die Straße.
Zusammengesetzt, nicht getippt. Die Ortskoordinaten kommen aus OpenStreetMap, die Linie dazwischen aus vermessener Geometrie, und beides wurde vorher nachgemessen: die L2009 läuft in einem Stück 8,8 km von Klosterneuburg über Kierling und Hadersfeld nach Greifenstein — deshalb gibt es diese Runde. Die Wegpunkte der Schönau-Runde liegen auf dem Donauradweg und nicht in den Ortskernen: der Weg läuft erst am linken Ufer, wechselt am Kraftwerk die Seite, und ein Wegpunkt „Lobau" mitten im Auwald hätte die Etappe von der Linie heruntergezogen.
Ein Wechsel unterwegs ist erlaubt. Zwischen Manhartsbrunn und Stetten führt keine einzelne Straße: man fährt die L3108 bis zur Abzweigung und dort weiter auf der L33. Eine Suche, die nur eine Linie kennt, findet dafür nichts und zeichnet eine Luftlinie über den Rücken. Jetzt darf eine Etappe an einer Stelle, an der sich zwei Linien auf 150 m nahekommen, einmal wechseln — mehr als einmal wäre Routenplanung, und das ist diese Seite nicht. Damit liegen 220 von 234 Etappen auf vermessener Geometrie, 94 %.
Zwei neue beschilderte Runden kommen aus OpenStreetMap dazu: Rund um den Bisamberg (18 km Schleife, mit Anfahrt 38 km) und die Weinviertel-Donau-Runde (54 km Schleife, mit Anfahrt 68 km). Und die Liste zeigt nur noch, was innerhalb von 10 km um die eingestellte Länge liegt — nach oben wie nach unten. Eine 68-km-Runde ist auf die Frage „57 km" keine Antwort, sondern ein anderer Tag.
Wo zwei Etappen auf verschiedenen Unterlagen liegen — die eine auf der Landesstraße, die nächste auf dem Radweg daneben —, treffen sich ihre Enden nicht immer. Bis zu 2 km wird die Lücke geschlossen, indem die Etappe dort anfängt, wo die vorige aufgehört hat. Größere Lücken bleiben stehen: dort sind sie echt.
Ein größerer Ausschnitt
Der Kartenkasten reichte von Neulengbach bis Gänserndorf — und hörte damit genau dort auf, wo zwei Fahrten hinführen: das AKW Zwentendorf lag 1,3 km hinter der Westkante, Bratislava dreißig Kilometer hinter der Ostkante. Wer die Donau hinunterfährt, sah auf der Karte nicht, wo er ankommt. Jetzt 105 mal 71 Kilometer, von Zwentendorf bis Bratislava. Der Rahmen folgt mit, sonst stünde beim Herauszoomen ein leerer Streifen, für den es keine Daten gibt, und das Windgitter wird breiter mit: 8 × 5 Punkte statt 6 × 5, also 40 Pfeile, bei unverändert rund 13 km Abstand. Kosten: dieselbe eine Wetterabfrage, nur mit mehr Orten darin.
Bahn, Bahnübergänge und Schotter
Drei Dinge, die eine Radkarte sagen kann und diese bisher nicht sagte.
Eine Bahnstrecke ist ein Geländemerkmal wie ein Fluss: sie sagt, wo man ist, und dass man nicht überall hinüberkommt. Sie wird ab der Übersicht gezeichnet, aber nur die langen — jedes Anschlussgleis mitzunehmen hieße, die halbe Karte mit Linien zu füllen, an denen niemand entlangfährt.
Ein Bahnübergang ist dagegen eine Stelle zum Aufpassen: Schienen schräg zur Fahrtrichtung sind für 25-mm-Reifen das, was ein Schlagloch für andere ist. 2382 davon liegen im Ausschnitt, 698 auf Rad- und Fußwegen. Sie erscheinen erst im Nahbereich — eine Warnung, die man erst fünf Meter davor sieht, ist keine, aber eine, die auf der Übersicht als Konfetti liegt, auch nicht.
Schotter steht in OSM an den einzelnen Wegen, nicht
an der Route. Beim Bauen wird beides zusammengeführt: jede beschilderte
Linie bekommt ein Zeichen je Stützpunkt, und die Seite zeichnet die rauen
Stücke gepunktet über die Route. Als rau gilt, was für ein Rennrad nicht
glatt ist — nicht nur gravel, auch compacted
(der Klassiker am Treppelweg) und Kopfsteinpflaster. Wege ohne
Oberflächenangabe bleiben unmarkiert und werden gezählt: eine Karte, die
„hier ist es glatt" behauptet, weil niemand nachgesehen hat, wäre
schlimmer als eine, die schweigt. Auf dem Donauradweg nach Bratislava
findet das zwei Stücke, 3,3 und 8,5 km.
Wo man nicht fahren darf
Eine Karte, die Autobahnen zeichnet wie Landstraßen, lädt zu einer Fahrt ein, die an einer Auffahrt endet. Die Nordbrücke war dafür das Musterbeispiel: 930 m Donauquerung, gezeichnet wie die Reichsbrücke daneben — und eine Autobahnbrücke. Gesperrte Straßen tragen jetzt eine gestrichelte Auflage in Warnfarbe, gesperrte Brücken ein gestricheltes Deck; beides steht auch im Tooltip, und die Legende schaltet die Ebene ein und aus. Die Straße bleibt darunter sichtbar, denn zum Sich-Zurechtfinden taugt sie weiterhin.
Woher die Auskunft kommt: auf österreichischen Autobahnen und
Schnellstraßen gilt das Verbot von Gesetzes wegen, und OpenStreetMap
schreibt es deshalb meist gar nicht dazu — von 2070 Autobahnstücken im
Ausschnitt trägt kein einziges ein bicycle=no. Also
entscheidet die Straßenart und die Nummer (A…, S…), und dort, wo OSM es
ausdrücklich sagt, das Tag: weitere 211 Stücke, darunter Teile der B4,
der B14 und der Donau-City-Straße. Zusammen 628 km in
73 Linien. use_sidepath zählt nicht als Verbot — dort darf man
fahren, nur eben nebenan.
Nicht jede Querung heißt Brücke. Der Übergang beim
Kraftwerk Greifenstein liegt in OpenStreetMap als namenlose Betriebs- und
Radwege über dem Wehr — kein bridge-Tag, kein Name mit
„Brücke" —, und dasselbe gilt fürs Einlaufbauwerk bei Langenzersdorf, wo
die Neue Donau anfängt. Beides sind Stellen, an denen man das Ufer
wechselt. Gesucht wird deshalb zusätzlich geometrisch: alle Wege in einem
900 m breiten Korridor um die Donau, und wer die Mittellinie oder einen
Arm wirklich quert, kommt dazu. Den Namen liefert das Wehr oder Kraftwerk
daneben.
Ein Uferweg quert dabei nichts, auch wenn er die Uferlinie zweimal schneidet — „Praterlände" und „Rechter Uferbegleitweg" standen im ersten Anlauf als Donauquerungen da. Was eine Querung ausmacht, ist nicht der Schnitt, sondern der Winkel: gezählt wird nur, was sich um mehr als 30° von der Uferlinie unterscheidet.
Bei den Brücken entscheidet der gezeichnete Strang, nicht der Name. Die Jedleseer Brücke ist der Fall, für den das nötig ist: zwei Autobahnfahrbahnen der A22 und daneben ein Radweg, alle drei heißen gleich. Nach Mehrheit gerechnet wäre sie gesperrt gewesen — dabei führt genau dort ein Radweg hinüber.
Drei Zustände statt zwei. „Über die Praterbrücke kommt man mit dem Rad" — und auf der Karte stand ein rotes Band. Beides stimmt, und deshalb war die Karte zu grob: über den Strom führen dort zwei Bauwerke nebeneinander, die A23 und ein Steg unter ihrem Deck. Ein Übergang ist jetzt frei, nur schiebend (gelb gestrichelt) oder gesperrt (rot gestrichelt). „Hier kommst du hinüber, aber nicht fahrend" ist eine andere Auskunft als „hier kommst du nicht hinüber".
Von Ufer zu Ufer, über die Insel. Georg-Danzer-Steg und Floridsdorfer Brücke enden in OSM auf der Donauinsel — wer nur das erste Stück zeichnet, behauptet, dort sei Schluss. Der gefundene Strang wird deshalb an beiden Enden weitergeführt, solange sein Ende noch im Wasser oder auf der Insel liegt, und zwar immer geradeaus: ohne diese Richtungsprüfung lief die Verlängerung den Inselweg entlang und aus einer Brücke wurde ein Bandwurm von 4,6 km. Höchstens 1,2 km je Seite — mehr als jede Wiener Donauquerung breit ist.
Gesucht wird außerdem nicht mehr nur an der Donau: der zweite Korridor liegt an der March. Über Wien, Schwechat oder Leitha führt dagegen jede Straße — dort ist „hier kannst du hinüber" keine Auskunft, sondern Rauschen. Seit der Ausschnitt bis Bratislava reicht, stehen auch dessen Donaubrücken in der Liste; zusammen sind es 89 statt 44 Übergänge.
Die Runde folgt dem Radweg
Eine Etappe war bisher eine Luftlinie zwischen zwei getippten
Wegpunkten, außer wo von Hand ein via danebenstand. Auf der
Karte sieht man den Unterschied sofort: die Tullner Runde führte am
Rückweg über Stockerau — zwölf Kilometer quer durchs
Feld, acht Kilometer nördlich der Donau, an keinem Radweg entlang.
Jetzt sucht sich jede Etappe ihre Unterlage selbst: eine vermessene
Radroute, die beiden Enden näher als 1,3 km kommt und dazwischen
keinen Umweg von mehr als 45 % macht. Beide Bedingungen sind nötig — nur
„nahe an beiden Enden" nähme eine Route, die dazwischen ans andere Ufer
und zurück führt. Ein ausdrückliches via schlägt die Suche
weiterhin. Ergebnis: 110 von 180 Etappen liegen auf
vermessener Geometrie statt auf Luftlinien, die Tullner Runde zu 100 %.
Was übrig bleibt, liegt dort, wo es keine kartierte Radroute gibt — nach
Schönau, ins Marchfeld, ins südöstliche Flachland —, und das soll man
der Linie ansehen.
Der getippte Wegpunkt ist damit nur noch die Angabe, welche Stelle der Route gemeint ist. Vorher lief die Linie vom Wegpunkt auf die Route und wieder zurück: Zeiselmauer liegt 1,9 km südlich des Treppelwegs, und die Runde bekam dort einen Sporn ins Dorf und zurück, den niemand fährt.
Was laut ist, und was leise
Der Überblick bestand aus elf gleich großen Karten mit je drei Zeilen Text. Elf gleich laute Antworten sind aber dasselbe wie keine laute: „Regen möglich" und „Sicht klar" bekamen denselben Platz, und der Blick hatte keinen Grund, dort zu landen, wo es um die Ausfahrt geht.
Eine Karte bekommt deshalb nur noch, was etwas zu melden hat — alles Gelbe und Rote —, dazu die zwei, die den Tag immer entscheiden: Wind und was du anziehst. Der Rest steht als eine Zeile darunter, mit Wert, aber ohne Erklärung. Antippen klappt den Satz auf; nichts ist gelöscht, es drängt sich nur nichts mehr auf. An einem ruhigen Tag sind das drei Karten statt elf, an einem Sturmtag wachsen es von selbst wieder mehr.
Die Zeichen sind hier gezeichnet, nicht geladen: gleiches Raster, gleiche Strichstärke, keine Füllung, und sie nehmen die Ampelfarbe ihrer Kachel an. Emoji wären einfacher gewesen und auf jedem Gerät anders ausgefallen — auf einer Seite aus elf Antworten genau die Uneinheitlichkeit, die weg sollte. Die leisen Zeilen stehen im selben Spaltenraster wie die Karten darüber, damit die Kanten untereinander bleiben.
„Gefühlt bei Fahrt" und „Anziehen" waren zwei Kacheln für eine Sache: die zweite folgt vollständig aus der ersten, die gefühlte Temperatur ist der einzige Eingang in die Wahl der Kleidung. Jetzt trägt eine Kachel die Folgerung als Überschrift und die Zahl als Begründung.
Gewitter
CAPE ist der Brennstoff, der Wettercode sagt, ob die Vorhersage tatsächlich mit einer Entladung rechnet. Jedes für sich warnt zu oft — Wien hat im Sommer wochenlang genug Labilität für Gewitter, die nie kommen. Gewarnt wird deshalb nur, wenn beides zusammenkommt; hohe Labilität allein wird als Möglichkeit gemeldet, nicht als Warnung. Auf dem offenen Damm gibt es keinen Unterstand, deshalb steht das weiter oben als eine Regenwahrscheinlichkeit.
Warum die Seite ein Gedächtnis hat
Lange fragte der Browser Open-Meteo direkt. Das ist die einfachste Bauweise und hat eine unangenehme Folge: das kostenlose Kontingent zählt auf der IP-Adresse dessen, der fragt — und bei vielen Providern teilen sich Kunden eine Adresse. Dann verbrauchen Fremde das Kontingent mit, und die Seite ist für den Rest des Tages tot. Genau das ist passiert, bei einem Verbrauch von 1,3 Aufrufen je Seitenaufruf und einer Grenze von 10.000 am Tag.
Deshalb liegt jetzt eine kleine Funktion auf Cloudflare davor. Sie hält die Antwort zehn Minuten für alle Besucher, also fragt die Seite höchstens sechsmal je Stunde nach — rund 190 Aufrufe am Tag, egal wie viele Leute sie benutzen, und gezählt dort, wo die Seite steht. Kein Schlüssel, kein Konto, keine Datenbank: die Funktion baut eine feste Adresse, holt sie und gibt sie weiter. Fällt sie aus, fragt der Browser wieder direkt.
Deshalb wird die Vorhersage lokal gespeichert. Was jünger als zehn Minuten ist, kommt aus dem Speicher, ganz ohne Netz — häufiger als stündlich rechnet der Wetterdienst ohnehin nicht. Schlägt eine Abfrage fehl, wird auch ein älterer Stand genommen und sein Alter angeschrieben: eine Stunde alter Wind ist eine brauchbare Auskunft, ein roter Fehlerbalken ist keine. Der Knopf Neu laden geht trotzdem immer ans Netz, dafür ist er da.
Ein voller Seitenaufruf kostet dabei rund 1,3 Aufrufe von 10.000 pro Tag — Open-Meteo zählt anteilig, ein Aufruf entspricht 14 Variablen über 14 Tage für einen Ort. Die Kartenwinde machen mit ihren 33 Orten fast alles davon aus.
Und wenn die Grenze doch erreicht ist, sagt die Seite das jetzt richtig — mit dem Grund, den die API selbst mitschickt. Die Stundengrenze klingt wie die Tagesgrenze, hat aber eine ganz andere Folge: einmal warten gegen morgen wiederkommen. Vorher stand dort „Verbindung prüfen und neu laden": die Verbindung ist in Ordnung, und Neuladen hilft nicht.
Taupunkt statt Luftfeuchte
Der Taupunkt ist keine zweite Temperatur, sondern das Maß für Schwüle: je höher er liegt, desto schlechter kühlt dich der Schweiß. Bei 30 °C und 30 % Feuchte fährst du gut, bei 30 °C und 70 % nicht — die relative Feuchte allein sagt das nicht, weil sie von der Temperatur abhängt. Ab 16 °C Taupunkt merkst du es, ab 20 °C wird es zäh. Auf der Kachel steht diese Erklärung nur an den Tagen, an denen sie dich betrifft.
Sonnencreme, ja oder nein
Der UV-Index kommt stündlich aus der Vorhersage und wird für die Stunden der geplanten Fahrt gelesen, nicht für jetzt — ein Start um 17:00 trifft eine ganz andere Sonne als der Blick aus dem Fenster um Mittag.
UV 3 ist die übliche Schwelle, aber sie gilt für irgendeine Exposition, und diese Fahrten sind lang. Zweieinhalb Stunden unter mäßiger Sonne verbrennen genauso wie zwanzig Minuten unter scharfer. Die Antwort nutzt deshalb den Spitzenwert und die Stunden über der Schwelle. Ab UV 6 kommt „am Umkehrpunkt nachcremen" dazu, weil Schweiß die erste Schicht abträgt und es keinen Schatten gibt, in den man ausweichen könnte.
Grenzfälle gehen Richtung Ja. Sonnencreme, die du nicht gebraucht hättest, kostet nichts; der andere Fehler kostet eine Woche.
Woher die Höhenmeter kommen
Für jede Richtung ist der Boden zur Bauzeit alle 400 Meter entlang der Strecke abgetastet und mitgeliefert. Vorher waren es Schätzungen, die ich neben jeden Abschnitt geschrieben hatte.
Der naheliegende Weg wäre gewesen, das Höhenraster zu benutzen, das für die Schattierung ohnehin auf der Seite liegt. Der funktioniert nicht: dieses Raster hat 1,5 km zwischen den Stützstellen, also liefert eine Route daraus den Durchschnitt der Landschaft neben der Straße, nicht die Straße. Neben einem hohen Berg ist das grob falsch — der Donauradweg durch die Kahlenberger Enge läuft auf 165 m in einem Tal unter einem Kilometer Breite, und das Raster setzte ihn auf 400 m und schrieb der flachsten Strecke der Seite einen Wienerwald an Höhenmetern zu.
Zwei Dinge mussten dabei stimmen. Erstens läuft die Abtastung für die vier Donaurouten auf der vermessenen Mittellinie des Flusses statt auf geraden Linien zwischen Ortsnamen: die Donau macht ständig Bögen, und eine Gerade zwischen zwei Orten verlässt das Tal. Zweitens war das bis vor kurzem ein Oberflächenmodell: Copernicus GLO-90 misst Baumkronen mit. Im Lobau-Auwald ist das ein Sägezahn von 25 m alle paar hundert Meter, der einer pfeilebenen Strecke 600 Höhenmeter andichtete. Geglättet wird deshalb über 2 km, und erst Unterschiede ab 5 m zählen.
Inzwischen kommen die Höhen aus EU-DEM 25 m (Copernicus, über opentopodata.org), mit Open-Meteo als Rückfall. Der Anlass war ein Ausfall: Open-Meteos Tageskontingent ließ zwei fertige Runden zwei Tage lang unvermessen, und die Seite schrieb solange „Höhenmeter noch nicht vermessen" — richtig, aber unbrauchbar. Eine einzige Quelle für eine Zahl, die die halbe Seite trägt, ist zu wenig. Die neue ist obendrein die bessere: EU-DEM misst den Boden, nicht die Kronen. Gemischt wird nie — ein Datensatz kommt aus einer Quelle, und welche es war, steht in der Datei.
Bei einer Strecke hin und zurück zeigt die Grafik den Hinweg über die volle Breite, nicht beides nebeneinander: heimwärts ist dasselbe Bild von rechts nach links gelesen, und die doppelte Darstellung hat nur die Auflösung halbiert. Eine Runde ist kein Spiegelbild, also steht sie ganz da — und zwar in der Richtung, in der du sie fährst. Die Fläche ist nach Steigung eingefärbt, weil die Gesamtsumme schon als Zahl dasteht — was das Bild allein beantwortet, ist, ob sie als eine Wand kommt oder als fünfzig Wellen.
Runden, und in welche Richtung herum
Die meisten Richtungen hier sind hin und zurück: hinaus, umdrehen, dieselbe Linie heim. Eine Runde kommt woanders zurück, und damit stellt sie eine andere Frage. Nicht „wie weit" — eine Runde kann man nicht halbieren, ihre Länge steht fest — sondern in welche Richtung herum. Dieselbe Schleife im und gegen den Uhrzeigersinn sind zwei verschiedene Tage.
Eine geschlossene Route wird dabei auf dem kürzeren Bogen angeschnitten. Vorher galt die Punktreihenfolge der Datei, und weil eine Schleife irgendwo anfangen muss, war das oft der lange Weg herum: von Langenzersdorf nach Höflein sind es auf der Weinviertler Runde vier Kilometer herum und fünfzig andersherum — das war der Umweg nach Korneuburg.
Deshalb wird jede Runde in beiden Drehrichtungen durchgerechnet und die bessere empfohlen, benannt nach dem ersten Ort, den du erreichst. „Im Uhrzeigersinn" hilft nichts, wenn man nicht weiß, wie die Schleife auf der Karte liegt; ein Ortsname ist etwas, wonach man an der ersten Kreuzung abbiegen kann.
Bei den Ufer-Runden — hinaus an einem Donauufer, über die Schleuse Greifenstein oder die Brücke in Tulln, am anderen zurück — hat diese Frage einen besseren Namen als ein Ort: sie heißt welches Ufer zuerst. Genau das sagt die Zeile dann auch an, statt dich ein Dorf auf der Karte suchen zu lassen. Beide Querungen sind nachgeschlagen und nicht angenommen: die Donaukraftwerk-Straße über die Schleuse ist in OpenStreetMap auf 1,1 km als für Räder freigegeben erfasst, nördlich davon nicht mehr — dort endet der Übergang.
Deckung zählt asymmetrisch, und das entscheidet die Ufer-Runden mit. Häuser und Baumreihen sind ein Gewinn gegen den Wind und ein Verlust mit ihm — der Rückenwind kommt dann eben auch nicht an. Also: gedeckt hinaus in den Wind, offen zurück mit ihm. Das Nordufer der Greifenstein-Runde ist gedeckt, das steht bei den Daten dabei, und die Seite kommt damit bei West-, Nordwest-, Nord- und Südwestwind von selbst auf diese Reihenfolge und bei Ostwind auf die umgekehrte. Die Regel ist nirgends hingeschrieben; sie fällt aus dem Vorzeichen. Wo ein Abschnitt gedeckt liegt, stehen im Abschnittsband beide Zahlen: die Vorhersage und was davon ankommt.
Auf einer Runde heben sich die Höhenmeter außerdem nicht abschnittweise auf, sondern erst, wenn du wieder daheim bist. Das ist kein Detail: die erste Hälfte der Wienerwald-Runde hat 79 hm, die zweite 214. Die beiden Ufer-Runden dagegen kommen auf ±56 und ±61 hm — an der Donau entlang und an der Donau zurück ist flach, egal wie weit.
Pollen — und was fehlt
Erle, Birke, Gräser, Beifuß und Ragweed kommen stündlich aus der Luftqualitäts-API. Pilzsporen nicht. Die Datenquelle dahinter führt sie schlicht nicht — jede Abfrage danach wird abgelehnt. Weil die österreichischen Prognosen im Spätsommer genau damit beginnen, ist das eine echte Lücke: „Pollen gering" heißt auf dieser Seite „von diesen fünf Arten ist wenig in der Luft", nicht „die Luft ist harmlos". Wenn dich Sporen betreffen, brauchst du dafür eine andere Quelle.
Dieser Absatz stand eine Zeit lang als Satz auf der Kachel selbst, in jedem Bericht, jeden Tag. Das war gut gemeint und falsch am Platz: ein Satz, der sich nie ändert, ist keine Meldung, sondern Dokumentation im Weg — und er machte die kürzeste Antwort des Tages („kaum Pollen") zum längsten Absatz. Dasselbe galt für die Arten, die gerade bei null liegen: sie aufzuzählen war eine Aussage über die Vollständigkeit dieser Seite, nicht über das Wetter. Beides steht jetzt hier, einmal. Die Kachel sagt, was heute in der Luft ist.
Woher die Strecken kommen
Jede Route hier bestand einmal aus Ortskoordinaten, die ich aus dem Kopf getippt hatte. Das hat der Reihe nach produziert: einen Wegpunkt 15 km die falsche Flussmündung hinauf, Kurse, die ihren eigenen Wegpunkten um 40° widersprachen, und einen „Donautreppelweg", der die Burg Greifenstein 280 m darüber war. Bei hin und zurück fällt das kaum auf, weil nur der Umkehrpunkt stimmen muss. Bei einer Runde muss der Rückweg den Hinweg treffen.
OpenStreetMap führt beschilderte Radrouten als Relationen: rund um Wien 219 benannte, von denen sich 39 sauber zu einer Linie zusammenketten lassen. Der Rest sind Netze, keine Routen — die „Lobau Radrouten" zerfallen in 19 Stücke — und daraus eine Strecke zu nähen erfände Abbiegungen, die niemand beschildert hat. Was durchfällt, wird beim Bauen mit Grund protokolliert.
Abschnitte, die einer solchen Route folgen, sind entlang ihrer echten Geometrie gezeichnet und abgetastet. Das zahlte sich sofort aus: der Donauradweg (Wien) endet in Kahlenbergerdorf, 3 km vor Klosterneuburg — das Skript hat es gemeldet, und der Abschnitt folgt jetzt dem EuroVelo-6-Ast, der wirklich hinfährt. Was nicht beschildert ist, bleibt eine gerade Linie zwischen zwei Orten, etwa der Übergang von Weidling nach Hadersdorf. Das soll man den Daten ansehen.
Höhenmeter, in km/h
Bei einer Strecke hin und zurück ist das Klettern durch die Route fixiert: jeder Meter hinauf am Hinweg ist ein Meter hinunter am Heimweg. Die Summe ist dieselbe, egal in welche Richtung du losfährst — und genau deshalb steht sie neben dem Wind: sie ist der Teil des Aufwands, den die Vorhersage nicht ändern kann. Bei einer Runde gilt dasselbe, nur über die ganze Schleife statt über jeden Abschnitt.
Damit sich eine flache windige Strecke mit einer geschützten hügeligen vergleichen lässt, werden die Meter in die Einheit umgerechnet, die diese Seite ohnehin überall verwendet — km/h Gegenwind — indem die Leistung gleichgesetzt wird:
Steigleistung P = m · g · Höhe / Zeit
Windleistung P = ½ρ·CdA · v · ((v + hw)² − v²)
Nach hw aufgelöst ergibt das den Gegenwind, der genauso
weh getan hätte wie der Berg. Bei 85 kg Gesamtgewicht sind 300 hm auf
20 km bei 23 km/h rund 13 km/h Gegenwind — die Größenordnung stimmt.
Abfahrten zählen null: die Meter bekommst du als Geschwindigkeit zurück,
nicht als gesparte Kraft.
Sonnenuntergang und letztes Licht
Zwei verschiedene Fristen. Beim Sonnenuntergang geht die Sonne unter und du willst Licht anhaben; beim letzten Licht — dem Ende der bürgerlichen Dämmerung, Sonne 6° unter dem Horizont — siehst du den Weg wirklich nicht mehr. In Wien liegen je nach Jahreszeit 31 bis 42 Minuten dazwischen.
Die Vorhersage liefert nur den Sonnenuntergang, die Dämmerung wird hier aus der Sonnendeklination gerechnet. Aus dieser Rechnung wird allerdings nur die Dauer übernommen und auf den Sonnenuntergang der API addiert — so bleiben Zeitzone und Sommerzeit dort, wo sie hingehören.
Welche Uferseite
Jedes Ufer hat einen Expositionswert und einen geschützten Sektor — die Richtung, aus der es gedeckt ist. Auf der Handelskai-Seite blockt die Stadt den Südwesten, auf der Donaustadt-Seite Bebauung den Nordosten, die Donauinsel blockt gar nichts. Schutz nimmt den Wind nie ganz weg, rund ein Drittel erreicht dich immer:
Exposition = Grundwert · (1 − Schutzstärke · max(0, cos(w − Schutzrichtung)))
gefühlt = v · (0,35 + 0,65 · Exposition)
Kosten = Gegenwind(gefühlt) + 0,35 · |Seitenwind(gefühlt)|
Jede Hälfte wählt das Ufer mit den geringsten Kosten — deshalb unterscheidet sich die Empfehlung oft zwischen Hin- und Heimweg. Die Rechnung kippt von selbst: gegen den Wind willst du das geschützte Ufer, mit Rückenwind wird der Gegenwind-Term negativ und das offene Ufer gewinnt — du willst, dass der Wind dich erreicht, wenn er schiebt.
Es ist eine Heuristik, kein Windkanal. Entfernungen sind ungefähre Fahrkilometer. Böen an Brückenpfeilern, der Trichter an der Reichsbrücke und der offene Marchfelddamm werden dich trotzdem überraschen.